Mathematik

Mathematik

Im Mathematikunterricht arbeitet die Waldschule mit dem Zahlenbuch. Dieses Lehrwerk ermöglicht einen aktiven und interaktiven Zugang zur Mathematik.

Die Bereiche „Zahlen und Operationen“, „Raum und Form“, „Größen, Messen und Sachrechnen“, „Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit“ sowie der Bereich „Muster und Strukturen“ werden den Kindern erfahrbar nahegebracht.

Arithmetik

Im Anfangsunterricht wird mit einfachen, schlüssigen Veranschaulichungen gearbeitet: Wendeplättchen z.B. dienen dem handelnden Umgang mit Mengen.

Die Kraft der Fünf  wird im Anfangsunterricht als Bündelungsmethode genutzt, um vom zählenden Rechnen weg hin zum strategischen Rechnen zu gelangen.

Auch das Ergänzen auf den vollen Zehner, Verdoppeln, Halbieren, Finden von Kern- und Nachbaraufgaben, Analogien, Tauschaufgaben und Umkehraufgaben gehören zum Repertoire, um später das Rechnen im großen Zahlenraum zu erleichtern.

In der 3. und 4. Klasse wird auf den vorhandenen Rechenstrategien aufgebaut, sodass die Kinder diese auf größere Zahlenräume übertragen können. Laut Lehrplan wird Ende der 2. Klasse der Zahlenraum bis 100, Ende der 4. Klasse bis 1 000 000 erschlossen.

Raum und Form

Die Kinder lernen verschiedene ebene Figuren und geometrische Körper kennen. Es werden vielfältige Übungen zur Raumorientierung gemacht. Hierbei ist der handelnde Umgang unerlässlich. Im Anfangsunterricht beschäftigen die Kinder sich mit achsensymmetrischen Figuren, im weiteren Verlauf erzeugen sie komplexere symmetrische Figuren.

Größen und Messen

In diesem Bereich werden verschiedene Größen (Zeit, Geld, Längen, Gewichte, Rauminhalte) erschlossen. So lernen die Kinder, mit geeigneten Messgeräten umzugehen, die Größen in verschiedene Einheiten umzuwandeln sowie mit diesen zu rechnen.

Des Weiteren lernen die Kinder Sachsituationen in mathematische Modelle zu übertragen.

Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten

Schon im Anfangsunterricht lernen die Kinder, Daten zu sammeln und diese darzustellen (Strichliste, Tabelle, Diagramm). Diese Kompetenz wird stetig weiterentwickelt, sodass die Kinder auch lernen, sinnvolle Darstellungen selbstständig auszuwählen, um Daten zu veranschaulichen.

Außerdem beschäftigen sich die Klassen mit kombinatorischen Fragestellungen.

Zwei ErstklässlerInnen diskutieren: Welche Möglichkeiten, habe ich, die Menge XY mit vorgegebenen Material zu legen:

„Es gibt viele Möglichkeiten mit den vorgegebenen Teilmengen. Nur bei der 12 haben wir mit den vorgegebenen Teilmengen ausschließlich die Möglichkeit         6 + 6 (wenn nur zwei Teilmengen erlaubt sind) gefunden. Wenn es erlaubt ist, mehr als zwei Teilmengen zu wählen, gibt es mehr Möglichkeiten.“

Zusätzlich zu den oben genannten Bereichen im Mathematikunterricht spielt auch die Sprachförderung, das Argumentieren und Kommunizieren eine wesentliche Rolle: Begründen, Vergleichen, Erklären und Zeigen helfen den Kindern, das Gelernte zu durchdringen.

In Mathekonferenzen (mit der ganzen Klasse oder einer Gruppe von Kindern) werden Fragen besprochen wie: „Was fällt dir auf? Beschreibe. Notiere deinen Lösungsweg. Vergleiche deinen Rechenweg mit anderen Lösungen. Was ist gleich? Was ist anders?“

Foto: Zwei Erstklässlerinnen arbeiten gemeinsam am Zauberdreieck. Hier geht es darum, eine vorgegebene Gesamtmenge durch mehrere Summanden zu erreichen. In diesem Fall müssen an drei Seiten jeweils vier Summanden gefunden werden. Die Schwierigkeit ist es, dass es jede Zahl von 1-9 nur einziges Mal gibt. Die beiden Mädchen besprechen ihr Vorgehen.